Presse

Immer gut informiert

Hier finden Sie die aktuellen Pressemitteilungen aus dem BalticSailing-Revier, zu Veranstaltungen und verschiedenen Aktivitäten.

Benötigen Sie ein passendes Fotomotiv? Gern können Sie die Fotomotive und Logos aus der Bildergalerie kostenfrei verwenden. Sollten dennoch Fragen und Wünsche offen geblieben sein, sprechen Sie uns gern direkt an:

Ihre Ansprechpartnerin:

Doreen Gnewuch
Tel.: +49 (0) 45 21/ 8 08-9 87 (zwischen 8.00 und 12.00 Uhr)
gnewuch@balticsailing.de

Anmelden zum Presseverteiler:

Datenschutz*

Neueste Pressemeldung

Hafenbetreiber sehen Entgeltanpassungen bei Wasserpacht entgegen

Auswirkungen zum Teil erheblich - Runder Tisch diskutiert gemeinsames Vorgehen

 

In den vergangenen Monaten haben einige Sportboothafen- und Marinabetreiber an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste folgenschwere Post vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt erhalten. Darin werden in Teilen Erhöhungen von bis zu 300% der aktuellen Wasserpacht angekündigt. Für die Nutzung der Wasserflächen im Bereich des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Lübeck bzw. im Bereich der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) Standort Kiel werden für die Sport- und Freizeitschifffahrt aktuell Entgelte erhoben, die auf den im Jahre 2006 festgelegten Entgeltrahmen von 0,20 €/m2 bis 2,20 €/m2 beruht. Das WSA Lübeck kündigt nun zum Beispiel bei der Erneuerung der Pachtverträge Erhöhungen von bis zu 300 % an. Viele Sportboothafen- und Marinabetreiber an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste sehen sich dadurch in ihrer Existenz gefährdet.

Oldenburg i.H., 06. Dezember 2018. Der Wassertourismus in Schleswig-Holstein e.V. (WiSH) hat daher in Kooperation mit der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein mbH EGOH am gestrigen Mittwoch zu einem Runden Tisch „Wasserpacht“ in das Gewerbezentrum Oldenburg i.H. eingeladen und mit über 30 Sportboothafen- und Marinabetreibern sowie Vertretern der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein und des Deutschen Segler-Verbandes über die aktuelle Situation und die Auswirkungen auf den Wassertourismus und insbesondere auf die betroffenen Betriebe diskutiert. „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, betroffene Mitglieder aktiv zu unterstützen und gemeinsam gegen die unverhältnismäßige Erhöhung der Wasserpacht vorzugehen“, so WiSH-Vorsitzender Manfred Wohnrade. Mit ins Boot holen möchte Manfred Wohnrade aber alle Beteiligten. „Selbst wenn ein Sportboothafen bislang noch nicht betroffen ist und kein Schreiben erhalten hat, so ist dies möglicherweise nur eine Frage der Zeit“, so Wohnrade weiter.

Post bekommen hat bereits das Wassersportzentrum Großenbrode. Nils Heydorn als Betreiber des Wassersportzentrums sieht sich mit einer Erhöhung der Wasserpacht um 270 % konfrontiert. „Das war zunächst einmal ein Schock“, so Heydorn und berichtet weiter: „Die aktuelle Informationslage lässt vor allem eine Transparenz vermissen. Bei der Entgeltbemessung werden Küstenbereiche in Revierklassen eingeteilt. Welche Kriterien hier angewandt werden, erschließt sich uns nicht und konnte uns auf Nachfrage auch nicht plausibel dargelegt werden.“ Wassersportintensive Küstenbereiche vor allem an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste werden nach der Entgeltanpassung in die teuerste Revierklasse I mit einem Nutzungsentgelt von 2,73 €/m2  und damit dem höchsten Hebesatz eingestuft. „Für unseren Betrieb und damit auch für unsere Mitarbeiter ist diese Entwicklung existenzbedrohend“, sagt Nils Heydorn stellvertretend für viele betroffene Sportboothafen- und Marinabetreiber.

Gemeinsam werden die Hafenbetreiber an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste nun vertreten durch den Wassertourismus in Schleswig-Holstein e.V. das weitere Vorgehen abstimmen. Vorgesehen ist ein direkter Dialog mit Vertretern aus Politik und Verbänden von der Regional- bis hin zur Bundesebene.

Weitere Presse-Informationen:

Wassertourismus in Schleswig-Holstein e.V.
Röntgenstraße 1 l 23701 Eutin
Tel.: 0 45 21/ 808 987 l Fax: 0 45 21/ 808 11 
info@wassertourismus-sh.dewww.wassertourismus-sh.de